06 Januar 2017

8 Tipps für besseren Babyschlaf ♥

Wann schläft mein Kind endlich durch? Was kann ich tun, damit mein Baby schneller einschläft? Warum wacht mein Kind nachts ständig auf?

Solche oder ähnliche Fragen stellen sich die meisten Eltern. Fakt ist, dass Babys in den ersten Lebensmonaten nicht dafür gemacht sind nachts durchzuschlafen. Es liegt in ihrer Natur, dass sie einen eher unruhigen, leichten Schlaf haben. So können sie besser wahrnehmen, ob ihre Bedürfnisse auch nachts erfüllt sind. Dies sind vor allem Nähe und Geborgenheit, Nahrung, sowie eine angenehme, trockene Schlafumgebung.

Dass Babys also zwischen einzelnen Schlafphasen unruhig werden, um die Lage zu checken und Nahrung zu sich zu nehmen, ist völlig normal und, wenn man evolutionsbiologisch denkt, sogar überlebenswichtig.

Ich selbst halte nichts von sogenannten "Schlaflernprogrammen" und dem nächtlichen Schreienlassen (Ferbern), sondern handele lieber nach meinem eigenen Bauchgefühl und den Signalen und Bedürfnissen meines Babys.


Dabei habe ich ein paar Tipps und Tricks gefunden, die meinem Sohn das Einschlafen erleichtern und die bei uns beiden für eine ruhigere Nacht sorgen.

1. Schlaffenster nutzen - Babys haben sogenannte "Schlaffenster" – Phasen, in denen sie die nötige Bettschwere haben und gut einschlafen können. Verpasst man ein solches Schlaffenster, so sollte man das nächste Fenster abwarten und nicht versuchen, das nun wieder wache Kind mit allen Mitteln in den Schlaf zu "zwingen". Es ist also wichtig, den richtigen Zeitpunkt am Abend abzupassen, der jeden Tag um etwa die gleiche Uhrzeit sein sollte. So könnt ihr Übermüdung und Stress für euch und das Kleine vermeiden. Ein sich öffnendes Schlaffenster erkennt ihr daran, dass das Baby sich die Augen reibt, einen glasigen Blick bekommt und eventuell auch quengelig wird. Kinder sind aber keine Maschinen und so können die Zeiten und Anzeichen immer mal variieren. Hier gilt, wie bei fast allem in der Babyzeit: "Go with the flow" und achtet auf die Signale eures Kindes.

2. Rituale - Rituale schaffen Sicherheit, auch und vor allem zur Schlafenszeit. Wie euer Einschlafritual genau aussieht, ob mit einer kurzen Massage, einem Schlaflied etc. ist euch selbst überlassen. Es sollte nur sanft und beruhigend sein und so einfach gehalten werden, dass man es an jedem Abend ohne Stress durchführen kann. Bei uns wird der Ablauf recht pragmatisch gehalten: Mit ruhiger Stimme und sanften Bewegungen wickeln, den Schlafanzug anziehen, die Lichter ausmachen, Stillen und Kuscheln. Wenn unser Sohn etwas älter ist, kann ich mir gut vorstellen, dass wir das Ritual noch erweitern, z.B. durch das Vorlesen eines Buches.

3. Reize minimieren - Neben dem Einschlafritual hilft auch eine eindeutige "Nacht-Umgebung" eurem Baby dabei, den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu erkennen. Die Schlafumgebung des Babys sollte ruhig und nicht zu warm sein. Bis auf ein kleines Nachtlicht sollte der Raum abgedunkelt sein: keine flackernden oder leuchtenden Bildschirme wie Fernseher, Laptops, Tablets oder Smartphones im Sichtfeld des Kindes. Zumindest von unserem Baby weiß ich, dass er absolut nicht zur Ruhe kommt, wenn er einen Bildschirm sieht. Er ist viiiiel zu fasziniert davon. Sobald das Baby eingeschlafen ist, spricht ja nichts dagegen, seiner Netflix-Sucht zu frönen. ;)

4. Stillen - Das absolute Zaubermittel in Sachen Babyschlaf ist wohl das Einschlafstillen im Bett. Ich kann nur jeder (werdenden) Mama empfehlen, sich von der Hebamme das Stillen im Liegen zeigen zu lassen. Entspannter geht es kaum, weder für das Baby noch für die Mama. :) Erfahrungen mit der Fläschchenfütterung kann ich leider nicht beitragen, aber lasst mich gern wissen, wie ihr das beim Einschlafen handhabt, wenn ihr per Fläschchen füttert.

5. Wickeln - Einige Eltern schwören darauf, ihr Baby nachts nicht frisch zu wickeln und so die Schlafunterbrechungen minimal zu halten. Das funktioniert bei uns nicht. Unser Sohn trinkt nachts viel und hat entsprechend auch etwa zwei Mal pro Nacht eine Windel, die so nass ist, dass er damit nicht mehr weiterschlafen mag. Nachts wickeln ist für uns also ein Muss. Der Trick ist jedoch, es so unaufwändig wie möglich zu gestalten. Für euch und euer Baby. Nicht viel reden, kein zu helles Licht, nicht spielen. Wer das Risiko nicht scheut, kann auch direkt im Bett wickeln. ;)

6. Baden - Ein warmes Bad (ca. 37°C) wirkt nicht nur auf uns Erwachsene, sondern auch auf Babys entspannend und schlaffördernd. Auf Badezusätze sollte man bei den Kleinen jedoch verzichten, ein wenig Öl (wir nehmen Mandelöl aus der Apotheke) ist völlig ausreichend, wer mag kann noch etwas Muttermilch ins Wasser geben. Verdünntes Lavendelöl wirkt zusätzlich beruhigend. Achtet aber darauf, dass es von guter Qualität und für Babys geeignet ist. Zu häufig sollten Babys allerdings nicht gebadet werden. Ein bis zwei Mal pro Woche sind ausreichend.

7. Weisses Rauschen - In den ersten Monaten lassen sich viele unruhige Babys durch das Vorspielen von Rausch-Geräuschen (Föhn, Staubsauger, Dunstabzugshaube) beruhigen. Das monotone Rauschen erinnert sie an die Geräusche, die sie aus dem Mutterleib kennen. Damit ihr nicht mit dem Baby vor der Dunstabzugshaube auf und ab laufen müsst (been there, done that), könnt ihr euch eine App mit verschiedenen Geräuschen auf das Smartphone laden (z.B. Baby Sleep Sounds).  

8. Schnuller - Bevor mir die Anti-Schnuller-Lobby an die Kehle fährt: Ich möchte niemanden dazu animieren seinem Baby einen Schnuller zu geben, der bislang ganz wunderbar ohne klarkommt! Wenn ihr eurem Baby jedoch den Schnuller gebt, dann habt ihr sicher schon festgestellt, dass das Nuckeln euer Kind sehr beruhigt und auch leichter Einschlafen lässt. Meist spuckt unser Kleiner den Schnuller dann nach einer Weile wieder aus und schläft ohne weiter. Wichtig ist zwischen echtem Hunger und reinem "Nuckelbedürfnis" zu unterscheiden. Der Schnuller als Einschlafhilfe funktioniert nur dann gut, wenn das Baby satt ist und sich auch sonst wohlfühlt.

Habt ihr noch andere Geheimtipps? Was funktioniert bei euren Babys gut?

xoxo

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