14 Januar 2017

[Mom Life] Das erste Mal... krank sein als Mama.

Die letzen Tage waren hart.

Ich war das erste Mal seitdem ich Mama bin richtig krank. So krank, dass ich mich nicht alleine um mein Kind kümmern konnte. Und wisst ihr was? Das ist ein ultra-mieses Gefühl.

Ihr erinnert euch noch an die Wraps aus dem letzten Post? Damit war wohl irgendwas nicht in Ordnung und so fingen der Mann und ich uns eine Lebensmittelvergiftung ein. Ohne hier zu viel rumheulen zu wollen, aber: Puh, war das furchtbar! An einem ganz normalen Tag kann es ja schon eine Challenge sein, einen Säugling zu versorgen. Das Ganze gepaart mit einer Lebensmittelvergiftung – das möchte ich nicht noch mal erleben.

Das Schlimmste war eigentlich die Schwäche. Das absolute körperliche Unvermögen, sich so um sein Baby zu kümmern, wie man es sonst tun würde. Ich konnte zeitweise einfach nur daliegen und atmen. Mehr ging nicht. Und das, obwohl der innerliche Drang sein Kind zu versorgen so unglaublich stark ist. Wir hatten das "Glück", dass der Mann ja auch betroffen und somit nicht bei der Arbeit war. So konnten wir uns mit dem Baby abwechseln.

Beim Wickeln musste ich nach dem Windelwechsel den Mann rufen, damit er den Kleinen wieder anzieht während ich mich aufs Bett fallen ließ. Mein Kreislauf hat diese paar Minuten Stehen am Wickeltisch gar nicht mitgemacht. Vom Herumtragen des Babys brauche ich gar nicht erst anfangen. Ich glaube, ich habe mich noch nie so schwach gefühlt. Und auch nur selten so traurig.


Wenn man ein Kind bekommt, dann ist es, als ob man in eine ganz neue Gefühlswelt eintaucht. Man entwickelt Emotionen, die man sich vorher gar nicht vorstellen konnte: Bedingungslose Liebe, unglaubliche Freude, aber auch herzzerreißende Sorge. Man möchte nichts mehr, als dass es dem eigenen Kind gut geht. Wenn man selbst nicht in der Lage ist, dafür zu 100% zu sorgen, dann trifft es einen ganz tief. So ging es mir zumindest.

Dabei ging es dem Kleinen gar nicht schlecht, er hatte vielleicht etwas weniger "Entertainment" als normal, aber sonst natürlich alles, was er brauchte.

Zum Glück war der das Schlimmste nach 36 Stunden überstanden und inzwischen geht es allen wieder gut. Diese Erfahrung hat mir wieder eine neue Facette des Mutterseins gezeigt und mir auch gezeigt, wie wichtig es ist sich Hilfe zu holen, wenn es nicht anders geht. Alleine wäre ich absolut an meine Grenzen gekommen.

Habt ihr eine solche Erfahrung auch schon gemacht?

xoxo

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